Chronik der Feuerwehrjugend Texing - St. Gotthard

 
Von 1975 bis heute - Die Geschichte der Feuerwehrjugend Texing - St. Gotthard
 

Im Frühjahr 1975 trainierte die Wettkampfgruppe der aktiven Mannschaft unter der Leitung von Leopold Haumer auf dem Areal des heutigen Tennisplatzes. Zu dieser Zeit war Walter Eigenthaler erst kurze Zeit Feuerwehrkommandant und Karl Greul sein Stellvertreter.

 
Zum Üben für den Wettkampf fehlten der Gruppe meist ein bis zwei Männer. So kam es, dass hin und wieder Burschen die eigentlich noch viel zu jung für die aktive Feuerwehr waren, bei der Übung mit machen durften. Einer dieser Burschen war Leopold Wieseneder, der zu dieser Zeit 12 Jahre alt war und in unmittelbarer Nähe des Übungsplatzes wohnte. Er lernte den Spruch für den Angriffsbefehl und half in der Position des Melders aus. Ihm kam auch die Idee, das es doch irgend etwas vergleichbares für Jugendliche im seinem Alter geben müsste, denn fad Zuhause sitzen, dass wollte er auch nicht. Leopold suchte das Gespräch mit Kommandant Walter Eigenthaler, der auf Grund dieses regen Interesses Leopolds Idee aufgriff. Die Feuerwehrjugend in Texing lag in der Wiege!
 
Die erste Jugendgruppe wusste nicht was sie erwartet. Sie übten wie
die Grossen, sprich sie haben an der Saugleitung ihre ersten Übungsversuche unternommen. Ihr erster Trainer war Leopold Haumer, dieser wurde nach kurzer Zeit von Anton Brunnbauer abgelöst. Am ersten September 1975 wurde die Feuerwehrjugend Texing offiziell beim Niederösterreichischem Landesverband angemeldet. Mit Karl Greul, unserem späteren Kommandant, als provisorischer Jugendführer. Junge Gruppe, schnelles Leben, noch im Winter 1975/76 wurde Leopold Mitterauer, der damalige Oberverwalter, neuer Jugendführer. 1976 erfolgte die Teilnahme am Landeslager in Pertholdsdorf mit insgesamt 700 Teilnehmern und der erster Bezirksbewerb in Petzenkirchen. Bei diesem wurde ein ausgezeichneter 3. Rang erreicht
 
Die erste Jugendgruppe bestand aus 12 Burschen:
 
  Aigner Otto - Jahrgang 1961
Reichly Johann - Jahrgang 1961
Stadler Hermann - Jahrgang 1961
Fahrngruber Hannes - Jahrgang 1961
Stöhr Johann - Jahrgang 1962
Wieseneder Ignaz - Jahrgang 1962
Salzer Franz - Jahrgang 1962
Freinberger Johann - Jahrgang 1962
Salzer Robert - Jahrgang 1963
Brunnbauer Herbert - Jahrgang 1963
Schreiner Werner -Jahrgang 1963
Wieseneder Leopold - Jahrgang 1963
 
Otto Aigner und Johann Reichly waren die ersten Burschen welche von der Jugend zur Aktivmannschaft überstellt wurden und auch heute sehr begeisterte Feuerwehrmitglieder sind.
 

Mitterauer Leopold war von 1975 bis 1995 20 Jahre Jugendführer. Er führte das bei allen Burschen sehr beliebte Pfingstzelten bei Familie Mitterauer im Schacherl ein, welches bei jedem Teilnehmer sicher noch bestens in Erinnerung ist. Im Winter wurde für den Wissenstest geübt und im Frühjahr begann das Training für den Jugendleistungsbewerb. Anfangs bestand dieser Bewerb aus einem Leichtathletik- und Staffellaufwettkampf, erst später wurde nach den heutigen Bedingungen geübt.
Die Teilnahme am Landeslager war und ist auch heute noch der Höhepunkt in der Jugendausbildung.

Als unterstützender Betreuer auf den Lagern war Verwalter Johann Waxenegger tätig.

Größter Erfolg war 1992 die Teilnahme als Gästegruppe an den Bayrischen Jugendfeuerwehrleistungsbewerben, möglich gemacht durch die vorherige Qualifikation am Landeslager 1991 mit einem 8. Platz in Silber.

 
1995 übernahmen Kamerad Johann Waxenegger und Walter Eigenthaler jun. die Feuerwehrjugend. Schon im selben Jahr kristallisierte sich heraus das Walter Eigenthaler jun. aus beruflichen Gründen den Posten als Jugendführer nur schwer ausüben konnte und so wurde Johann Waxenegger alleiniger Jugendführer.
Da eine Gruppe alleine nicht zu führen ist wurden Hilfsjugendführer gesucht und auch gefunden.
 
Hilfsjugendführer:
 

1996 - 1997 Steinkogler Johann
1998 - 1999 Pernicka Bernhard
2000 - 2003 Ressl Günter
2002 - 2003 Lugbauer Reinhard
2004 - 2005 Seiberl Johann jun. und Freinberger Erwin
Seit 2005 Heindl Gerhard
Seit 2007 Grubner Michael und Heindl Matthias
 
Im Jahr 2000 betrug der Mannschaftsstand nur mehr vier Burschen. Es wurde nach einer Lösung gesucht und auch gefunden. Aufgrund des Interesses von Burschen aus St. Gotthard nahm die Feuerwehrjugend Texing auch Burschen des Löschbereichs St. Gotthard auf. Im Jahr 2001 wurde wegen der aktiven Mitarbeit von Gerhard Pallsteiner daraus eine enge Zusammenarbeit der Feuerwehren Texing und St. Gotthard.
Bereits im Jahr 2002 konnte die Feuerwehrjugend Texing- St. Gotthard mit 20 Burschen wieder eine große aktive Jugendgruppe vorweisen.
 
Größte Erfolge waren 2005, ein 6. Platz in Silber beim Landesleistungsbewerb in Unter Oberndorf und die damit verbundene Teilnahmeberechtigung am Juniorfirecup im Jahr 2006. Am Juniorfirecup nehmen die besten 18 Jugendgruppen aus Niederösterreich teil. Auf Grund dieses Erfolgs durfte die Jugendgruppe Texing im Jahr 2006 den Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband als Gästegruppe vertreten. Die Gruppe fuhr im Juli zu den Landesleistungsbewerben nach Vorarlberg und erreichte dort einen hervorragenden 2. Platz in Bronze und ausgezeichneten 3. Platz in Silber.
 
Auch die allgemeine Entwicklung der Feuerwehrjugend blieb all die Jahre nicht stehen!
 
Im Jahr 1994 wurde auf Grund der großen Konkurrenz und die Vielzahl anderer Vereine das Aufnahmealter der Burschen von 12 Jahren auf 10 Jahre gesenkt.

Seit dem Jahr 1995 sind die ersten Frauen im Feuerwehrdienst. In diesem Jahr melden sich ca. 400 Mädchen zur Feuerwehrjugend, parallel dazu werden auch Frauen für die Ausbildung der Mädchen benötigt.

Eine Ausbildungsreform findet 1997 im Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband statt. Der Ordner "Ausbildung 2000" entsteht. Fachbereiche der Grundausbildung werden den Feuerwehrjugendlichen als Vorkenntnise anerkannt.

1998 werden sämtliche Arbeitsunterlagen der Feuerwehrjugend neu verfasst und aufgelegt, ausgerichtet nach dem Ordner "Ausbildung 2000". Ziel soll die Aufwertung der Jugendarbeit sein!

Inzwischen ist das Landeslager der Niederösterreichischen Feuerwehrjugend mit rund 4500 Lagerteilnehmern eines der größten Zeltlager in Österreich.

 
Um immer am Stand der Zeit zu sein wird die Ausbildung der Burschen laufend erneuert, verbessert und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Doch nicht nur Ausbildung ist wichtig. So werden laufend verschiedene Veranstaltungen unternommen. Wie zum Beispiel der Landesschietag oder einen Ausflug in den Tierpark Haag. Im Sommer steht auch des öfteren ein Besuch in Freibad am Programm.
 
Die Feuerwehrjugend Texing - St. Gotthard sucht immer neuen Nachwuchs! Burschen ab 10 Jahren, welche Interesse haben bei der Feuerwehrjugend mitzumachen oder einfach nur einmal hineinschnuppern wollen in die Welt der Feuerwehr, können sich bei unserem Jugendführer Johann Waxenegger unter der Tel.Nr.: 0676/6942169 gerne melden.
 
Nachruf an unsere verstorbenen Jugendkameraden:
 


Ganaus Karl - Verunglückt 1978 im Alter von 12 Jahren

Waxenegger Reinhard - Verunglückt 1994 im Alter von 19 Jahren

Schagerl Patrick - Verunglückt 2005 im Alter von 15 Jahren