Nicht endend wollende Regenfälle führten in den letzten Juni- und ersten Juli-Tagen zu einem starken Anstieg des Wasserpegels in ganz Niederösterreich. Auch Texing blieb davon nicht verschont.

Hier eine kurze Chronologie unserer Einsätze in den "Hochwassertagen":

 

Mittwoch, 24. 06.:

 

Alarmierung um 3:36 Uhr; 17 Kameradenpumpen einen Schacht und zwei Keller aus, eine Verklausung bei einer Brücke wird entfernt; Rückkehr ins FF-Haus um 8:45 Uhr.
Mittwoch, 24. 06.: Nur 10 Minuten nach der Rückkehr erfolgt die Alarmierung zur Hilfe der FF Golling; 8 Kameraden rücken mit den LF-B aus; bereits die Anreise gestaltet sich als schwierig da viele Strassen nicht passierbar sind; bei dem zugeteilten Haus in Golling konnte im Keller der Wasserstand auf 10 cm gehalten werden, im Garten vor der Kellertür steigt das Wasser auf über einen Meter; Rückkehr nach Texing um 20:00 Uhr.
Freitag, 26. 06.: Um 5:45 Uhr rückt eine Tankwagenbesatzung zum KHD-Einsatz nach St. Leonhard am Forst aus; es werden Strassen gewaschen und zwei vom Hochwasser zerstörte Häuser ausgeräumt; Einsatzende ist um 15:00 Uhr.
Freitag, 26. 06.: Noch am selben Tag werden wir um 18:42 Uhr zu einem Hochwasser-Einsatz nach Steingrub gerufen; von einer in Bau befindlichen Siedlungsstrasse sind Schotter und Schlamm auf die Landesstrasse gespült worden; in eine Betriebshalle drang Wasser ein; mittels Sandsäcken gelang es den Wasserlauf umzuleiten und den Schaden auf einem Minimum zu halten; nachdem die Strasse gereinigt und das Wasser aus der Halle gekehrt war rückten 21 Kameraden um 21:15 Uhr wieder ins Gerätehaus ein.
Donnerstag, 02. 07.:

Nach einem Stromausfall erfolgt um 17:24 die Alarmierung zum Hochwassereinsatz; in Steingrub bot sich das selbe Bild wie wenige Tage zuvor nur noch schlimmer; große Mengen Schotter blockierten die Landesstrasse, über die Siedlungsstrasse schoss das Wasser in einen regelrechten Bach herunter; zwei Betriebe drohten überflutet zu werden; der Keller eines Privathauses stand bereits unter Wasser; zeitgleich kam aus Altendorf ein Notruf, in einen Keller drang bereits Wasser ein; eine weitere Meldung zu selben Zeit: In Sonnleiten war die Strasse nach Kettenreith durch eine Mur unpassierbar geworden, ein Blitz schlug in eine Trafostation ein.

Es wurden die Feuerwehren St. Gotthard, Kirnberg, Kettenreith und Hürm zur Hife alarmiert. Durch den Strom- und Handynetzausfall war eine Einsatzkoordination sehr schwierig, es mussten alle Gespräche über Funk abgewickelt werden. Zudem erschwerten anhaltende starke Regenfälle die Einsatzarbeit.

Die FF St. Gotthard pumpte den Keller in Altendorf aus, die FF Kettenreith war bei der Vermurung in Sonnleiten im Einsatz, die FF Kirnberg fuhr zu einem weiteren überfluteten Keller in Steingrub und die FF Hürm teilte sich auf alle Einsatzorte auf.

Bis 21:00 Uhr waren fünf Wehren mit insgesamt 114 Mann im Einsatz.

Montag, 06. 07.: Kurz vor 19:00 Uhr kam die Meldung eine Tankwagenbesatzung zum KHD-Einsatz nach St. Pölten zusammen zustellen, der tatsächliche Ausrückebefehl erfolgte erst um 22:00 Uhr; im Bereich um den Alpenbahnhof werden zahlreiche Keller ausgepumpt; wenige Stunden zuvor war das Gebiet noch über eine Meter überflutet; Rückkehr nach Texing um 05:00 Uhr; fast alle der mitgefahrenen Kameraden mussten am selben Tag arbeiten oder sich Urlaub nehmen.